Willkommen auf der Homepage der Volleyballer der VSG Neukirchen e.V.
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Geschichte des Vereins

Kap. 1 - Entstehung bis zur Wende ( DDR - Ende)

Mit der Einrichtung des Zechensaales des ehemaligen Braunkohlenbrikettwerkes Anfang der siebziger Jahre als Schulsporthalle wurde vielen Mitbürgern unserer Gemeinde die Möglichkeit geschaffen, außer dem bestehenden Fußball auf dem Sportplatz noch andere Sportarten zu betreiben, die ein Dach über dem Kopf bedürfen. Es bestand ein großes Interesse für Volleyball. Es existiert zurzeit ein schriftlicher Nachweis, dass spätestens am 28.03.1972 im Zechensaal Volleyball gespielt wurde. Dies war eine Erwachsenengruppe, die sich vornehmlich aus der "Intelligenz" des Ortes (Lehrer, Ingeneure usw.) rekrutierte und dienstags in der Halle war. Aber immer mehr Jugendliche gesellten sich dazu. Ab April 1972 waren es so viele Leute, dass man sich überlegte, eine eigene Jugendgruppe zu gründen, die dann ab Mai auch begann und immer montags spielte. Diese setzte sich aus Schülern und Lehrlingen zusammen. Herr Rudolf Dietzschold, Lehrer an der hiesigen POS, nahm sich ihrer später an und trat mit ihnen bei den Kreis- Kinder- und Jugendspartakiaden an. Einen ganz großen Erfolg landete er am 16.06.1974 mit dem Sieg der AK 16/17 und dem dritten Platz der AK 15/16 im Bornaer Freibad. Im Mai 1974 schlossen sich die Erwachsenen und im Oktober 1975 die Jugendlichen der BSG "Aktivist" Thräna an, die für den Sport im Raum Neukirchen/Wyhra/Thräna zuständig war. Ab ca. 1976 wurden fast alle Jugendlichen zur NVA eingezogen, so dass diese Gruppe zerfiel. Und da außerdem noch einige der "Alten" kein Durchhaltevermögen hatten, schien der Volleyball in Neukirchen wieder einem schnellen Ende entgegen zu gehen. Der Ausweg bestand nur im Zusammenschluss des Restes beider Gruppen, was dann auch geschah. Mit der Zeit verließen aber immer mehr von den "Alten" die Truppe. Glücklicherweise kehrten jedoch ab 1978 die Soldaten nach Hause und andere neue Leute kamen dazu, die allerdings nicht aus Neukirchen waren. Ab Anfang der achtziger Jahre zogen auch mehrere Neukirchener weg, so dass vom "Neukirchener Volleyball" eigentlich nur noch die Spielstätte übrig war. Ersichtlich ist es dadurch, dass Ende 1989 von den 24 Leuten "der erste Stunden" nur noch Klaus Arnold, Hartmut Brunzel, Gert Fischer, Arnd Gramss, Axel Richter und Peter Siegert übrig waren.

Kap. 2 - Nach der DDR bis zur Jahrtausendwende

Als nach dem Ende der DDR und der Währungsreform die Betriebe ihre BSGen abstießen und sie dadurch zerfielen, ging vieles am Sport in der ehemaligen DDR kaputt, zumindest, was den organisierten Sport betraf. Doch in Neukirchen machten viele weiter. Die Kegler konnten sich nicht entschließen vereinsmäßig Sport zu treiben aber alle anderen wollten dies tun. Da aber die Fußballer unbedingt ihr eigenes Süppchen kochen wollten und für sich "Fortuna" gründeten, kam ein großer Verein in Neukirchen nicht zustande. Also blieb den Volleyballern nichts anderes übrig, als einen eigenen Verein zu gründen. Dies geschah dann am 14.09 1990 in der Gaststätte Nobis bei einer Gründungsversammlung. Es wurde die VSG (Volleyballsportgemeinschaft) Neukirchen e. V. aus der Taufe gehoben. Von den 21 Mitgliedern Ende 1989 waren nur noch 16 Mann (gerade ausreichend für eine Vereinsgründung) dabei. Zum ersten Vorsitzenden wurde Arnd Gramss gewählt. Sein Stellvertreter wurde Peter Siegert. Als Kassierer und Geschäftsführer wurde der ehemalige Kassierer der Sektion Volleyball Gert Fischer gewählt. Das Anfangskapital des Vereins bestand aus 25,- DM, die sie durch die Währungsreform retteten, einigen Bällen, einem Netz und der Netzaufhängung in der Sporthalle, die sie selbst erbauten, da sie beim Bau der neuen Sporthalle Mitte der achtziger Jahre einfach vergessen wurde, obwohl sie im Projekt vorgesehen war. Am 02 10.1990 wurde der Verein unter der laufenden Nr. 177 ins Vereinsregister des Kreisgerichtes Borna registriert und am 28.12.1990 in den Landessportbund Sachsen aufgenommen. Unter dem neuen Namen trat man nun auch bei Turnieren auf, wie z.B. in Kohren-Sahlis. Anfang 1992 schloss sich eine Frauenpopgymnastikgruppe des Ortes der VSG an, so dass die Mitgliederzahl von 20 auf 37 stieg. Im Januar 1994 schließt sich eine Kegelgruppe dem Verein an und die Mitgliederzahl übersteigt mit 23 x VB, 25 x POP und 10 x KEG erstmals die 50. 1993 starten die Volleyballer erstmals in einen Punktspielbetrieb der Region, nachdem vorher nur bei Turnieren andere Teams "getestet" wurden, jedoch mit einem letzten (5.) Platz. Und die Punktspielsaison 94/95 gipfelte in einem blamablen Zwischenrundenturnier am 03.12.1994 in Bad Lausick mit einem letzten Platz für Neukirchen und 0:16 Punkten aus der ganzen Saison. Bei einem anderen Turnier in Kohren leisteten sie sich im ersten Satz ihres ersten Spieles nach einer 14:7 Führung ein 14:16 und verloren den ganzen Rest auch noch. Dafür gewannen die Volleyballer im September ein Fußballspiel gegen die alten Herren von Fortuna, (G. Fischer forderte sie heraus) glatt mit 6:0. Erst ab der Saison 95/96 ging es aufwärts. Das Training übernahmen F. Schleif und P. Altwein und sie wurde mit dem dritten Platz erstmals ordentlich zu Ende gebracht. Außerdem begann Neukirchen ab Januar 1995 in der Hobbyliga Leipzig und erzielte nach gewonnener Vorrunde einen respektablen 10. Platz im Endrundenturnier der besten Teams. Ende dieses Jahres kamen durch den Zuzug ins neue Wohngebiet "An der Schanze" einige gut ausgebildete Leute von "Einheit Borna" zu uns. Jetzt ging richtig die "Post ab", Neukirchen wurde immer besser bei Platzierungen, was 1999 erstmals mit dem Sieg der Bezirksmeisterschaft für Hobbymannschaften in Leipzig und dem 2. Platz in der Hobbyliga Leipzig ihren Höhepunkt fand. Der vierte Platz bei der Sachsenmeisterschaft in Chemnitz ist noch erwähnenswert. Am 13.07 1998 werden die Volleyballer in den Sächsischen Sportverband Volleyball unter der Nummer 73 aufgenommen. Außerdem schlossen sich 1998 unserem Verein eine Freizeitfußballgruppe aus Zedtlitz an und wir bauten auch eine weibliche Jugendabteilung Volleyball auf, so dass wir 1999 über 90 Mitglieder hatten. 1999 traten die Popgymnastikleute aus dem Verein aus und eine Seniorengymnastikgruppe schloss sich uns an. Damit hatte der Verein Anfang 2000 97 Mitglieder. Doch zum Jahresende lösten sich allerdings die weiblichen Volleyballer als Sportgruppe auf.

Kap. 3 - Der Beginn des neuen Jahrtausends

Die ersten beiden Jahre im neuen Jahrtausend sollten vorerst die erfolgreichsten Jahre für die Volleyballer werden. 2000 nahmen die Volleyballer nicht an der Bezirksmeisterschaft teil, da sie Ausrichter des Sachsencups und damit hier qualifiziert waren. Diese Veranstaltung wurde in der Bornaer Osthalle durchgeführt und mit einem 5. Platz beendet. Und zum letzten Mal wurde die Borna/Geithainer Spielrunde zu Ende gebracht, wo hinter Kohren der Zweite Platz belegt wurde. 2001 richteten die Volleyballer erstmals die BFS-Bezirksmeisterschaft (in der neuen Frohburger Sporthalle) aus und gewannen den Titel. Sie waren damit zum zweiten Male Bezirksmeister. Damit hatten sie die Qualifikation zur Sachsenmeisterschaft geschafft und wurden bei diesem Turnier in Chemnitz Dritter. Der krönende Jahresabschluss bestand in der Verteidigung des Titels in der Hobbyliga Leipzig. Allerdings musste ab 2002 die Teilnahme in der Hobbyliga Leipzig eingestellt werden, da wir über die Woche kaum noch Spieler stellen konnten. Es wurde aber in Naundorf zum dritten Male der Bezirksmeister gewonnen und als sensationell der zweite Platz bei der Sachsenmeisterschaft in Dresden hinter der SG Helbersdorf erreicht. Das bedeutete die Qualifikation zum Deutschen "Ran Ans Netz" Cup in Essen (NRW). Diese Chance nutzten die Volleyballer ausgiebig, denn ob diese Möglichkeit noch mal kommen würde, war ob der fehlenden Punktspielmöglichkeit eher unwahrscheinlich. Für Essen wurde eine Spielgemeinschaft mit unseren Freunden aus Kohren-Sahlis geschaffen und es hat sich gelohnt. Mit sehr gutem Spiel und Glück wurde das Halbfinale erreicht, doch hier verließ Fortuna die Neukirchener. Nachdem der erste Satz gegen die TV Berghofen 25:20 gewonnen wurde, wurde eine 24:19 Führung mit 26:24 verloren. Diese Niederlage hängt noch Jahre später in den Köpfen einiger Akteure. Von da an ging nichts mehr und es wurde auch das kleine Finale gegen Lok HTW Dresden verloren. Aber ein anfangs nicht erwarteter vierter Platz eines Deutschlandcups ist für die VSG Neukirchen trotzdem der bis dahin größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Von da an ging es aber für die Volleyballer der VSG Neukirchen die nächsten Jahre bergab. 2003 erreichten die Volleyballer (als Ausrichter in Frohburg) zwar zum vierten Male den Titel im Bezirkscup, und auch zum dritten Male hintereinander, jedoch beim Sachsencup in Hoyerswerda hatten sie nichts zu melden. Sie konnten noch froh sein, dass sie nur Vorletzter wurden. Es machte sich brutal die fehlende Spielpraxis bemerkbar. Es wurden zwar Turniere in Reudnitz und in Kohren gewonnen, aber der Höhenflug der Volleyballer war vorbei. Zum Jahresende verließen die Fußballer aus Zedtlitz den Verein, da sie einen eigenen Verein gründeten, denn sie übernahmen in Zedtlitz den Sportplatz samt Sportlerklause. Dafür kamen junge Leute zu den Volleyballern, die langsam in eine Mannschaft integriert wurden. Trotzdem war ein Tiefpunkt mehr der letzte Platz der Volleyballer im Bezirkscup 2004. Die Truppe war noch nicht so weit und 2005 erging es ihnen nicht viel anders. Einen der letzten Plätze beim Bezirkscup folgte aber das Glück, denn da die vor ihnen liegenden Teams entweder nicht konnten oder wollten, hatten die Neukirchener die Erlaubnis zur Teilnahme am Sachsencup in Naunhof. Aber hier waren sie Chancenlos und wurden wieder Vorletzter. Es musste was passieren. Ab 2005 begannen die Neukirchener auch ein großes Frühjahrsturnier in der Bornaer Osthalle auszurichten. Beim ersten Turnier wurde man Zweiter. Zum Jahresende verließ die Seniorensportgruppe den Verein. Es integrierten sich neue Leute ins Team und für die Volleyballer kamen auch ab 2006 nach zwei, drei schlechten Jahren wieder Bessere. Es gelang in Torgau wieder ein Bezirkscuptitel und beim Sachsencup in Chemnitz sprang ein vierter Platz heraus. Beim eigenen Turnier wurde man Dritter, aber es musste trotzdem was zwecks Spielpraxis getan werden. Und da war ganz wichtig, da uns die Leipziger die Teilnahme verwehrten, im Herbst mit einer Sondergenehmigung des SSVB und des TVV der Einstieg in die BFS-Klasse Altenburger Land. Endlich wieder Punktspiele. Außerdem schloss sich eine Freizeittruppe Volleyball dem Verein an. Zum 1. Januar 2007 gingen die Kegler nach über zehn Jahren eigene Wege, was rein finanzielle Gründe hatte und nichts mit dem Verhältnis zu den Volleyballern zu tun hatte. Jetzt war die VSG wieder, wie zur Gründung ein reiner Volleyballverein, aber nicht lange. Und Anfang 2007 hatte man zeitweise keine Trainingshalle in Neukirchen, da endlich, nach zähem Kampf mit der Stadt Borna, zu der Neukirchen nun gehörte, der überfällige Um- und Neubau über die Bühne ging. Im März wurde die neu renovierte Halle mit einem Punktspiel gegen den VC Altenburg durch die Volleyballer eingeweiht und es gesellte sich eine Badmintongruppe zum Verein. Vorher noch, am 17.02.07 richtete der Verein in Borna wieder den BFS Bezirkscup aus und erreichte dort einen 2. Platz, was wieder einmal Teilnahme am Sachsencup bedeutete. An diesem Cup hatten die Volleyballer Pech, denn man konnte nicht mit dem besten Team antreten und hatte noch bei der Auslosung Pech. Es wurde zwar gut gekämpft, aber es sprang nur der letzte Platz heraus. Doch wo Pech ist, ist auch Glück. Da die Volleyballer souverän die Altenburger Hobbyliga beherrschte, und die Saison als Sieger beendeten, durften sie am Thüringischen Ausscheid teilnehmen. Und hier trumpften sie auf, verloren zwar im Finale knapp gegen Gotha, nachdem man gegen sie im Gruppenspiel gewann, aber der zweite Platz bedeutete zum zweiten Male die Teilnahme am Deutschen "Ran ans Netz" Cup. Und wiederum fand er in Essen statt. Diesmal hatte man sich Revanche geschworen und das Finale auf die Fahne geschrieben. Man kam auch ungeschlagen ins Halbfinale, aber gegen den TV Rumeln, der ehemalige Spieler aus der zweiten Bundesliga im Team hatte, gelang nur im ersten Satz eine Überraschung. Danach verloren die Neukirchener noch mit 1:2. Dafür ließ man sich im kleinen Finale gegen Schwerin nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gewann durch 25:18 und 26:24 Bronze. Damit wurde dem Doppelerfolg in der Hobbyliga Leipzig (2000 und 2001) auch im Deutschlandcup der Erfolg von 2002 (4. Platz) doch noch einmal mit dem Dritten Platz die Krone aufgesetzt. Allerdings sollten das bis auf weiteres die letzten Einsätze und Erfolge im Hobby-, oder BFS Volleyball gewesen sein denn die Altenburger ließen die VSG Neukirchen nicht mehr an ihren Spielligen teilnehmen (Grund: zu stark) und da Leipzig auch die Neukirchener (Grund: zu weite Anfahrtswege), blieb dem Verein nur noch der Einstieg in die Kreisklasse Muldental.

Kap. 4 - Beginn des aktiven Spielbetriebes

Wird fortgesetzt ...

Verfasser: Gert Fischer